100. Stiftungsfest

100 Jahre Ostarrichia Amstetten – ein Grund zum Feiern. Alle Fotos und Berichte dazu gibt’s hier.

Wenn ein Verein ein Centennium begeht, dann ist das naturgemäß eine große Sache. Die Vorbereitungen für das große Fest liefen liefen knapp 2 Jahre und das Ergebnis erfüllt uns mit Stolz. Als Stiftungsfestkommission – gewissermaßen das Organisationskomittee – wollen wir hier das Fest und alles rundherum revue passieren lassen.

Impressionen

Wer sich einen schnellen Eindruck verschaffen möchte, dem sei an dieser Stelle auch auf den Mostropolis-Bericht ans Herz gelegt: https://www.mostropolis.at/Reports/917/100-stiftungsfest-ev-ostarrichia-amstetten-im-mkv

Aufbruchstimmung und Einsetzung der Stiftungsfestkomission

Als wir vor 2 Jahren mit der Planung des Festes betraut wurden, war Corona einerseits als Bier und anderseits als Studentenlateinischer Begriff für Festgäste bekannt. Eine Pandemie kannte man nur als theoretisches Konzept. Aber auch ohne diese zum damaligen Zeitpunkt nicht absehbare Ausnahmesituation war die Ausgangslage schwierig genug. Ostarrichia war für ein Jubel-Stiftungsfest zu Beginn der Planungen nicht ausgestattet. Die Fläuse waren abgetragen, teilweise auch zerrissen und die Fahne aus dem Jahre 1966 hatte ihre besten Tage lange hinter sich. Die Chronik war seit dem 80. Stiftungsfest nicht fortgeschrieben worden, da der Chronist erst schwer erkrankte und später verstarb. Es war auch von Dezember 2009 bis Februar 2019 kein neues Mitglied rezipiert worden. Dennoch war durch die Rezeptionen im Jahr 2019 so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren, die auch die jungen Alten Herren erfasst hatte. In dieser Aufbruchstimmung wurden je zwei Vertreter der Aktivitas und zwei Vertreter der Alten Herren mit der Organisation des Stiftungsfests betraut.

Erste Planungsarbeiten und Spendenaufruf

Am Anfang der Planung stand die Budgetierung. Es war notwendig eine Reihe von Investitionen zu tätigen. Man holte Angebote zu den notwendigen Couleurartikeln ein und es war sehr schnell klar, dass die Summe an Investitionen nicht aus dem laufenden Betrieb oder den Reserven der Verbindung bestritten werden konnte. So wurde schließlich die Aktion Ehrentafel ins leben gerufen mit der in Summe 6.900€ an Spenden lukriert werden konnten.

Die Anschaffung und Instandsetzung der dringend benötigten Grundausstattung war damit zwar gesichert, die Anschaffung einer neuen Fahne wäre zusätzlich jedoch unmöglich zu stemmen gewesen. So verdankt es die Verbindung der Großzügigkeit von Dr. Alois Zehetner v. Dr.cer. Ulpian, dass dennoch nach 55 Jahren eine neue Fahne geweiht werden konnte. Er übernahm die Kosten für die Fahne zur Gänze.

Termin und Lokalsuche

Als Gründungsdatum Ostarrichiae gilt heute der 27. März. Da dieser Termin in der Fastenzeit lag, entschied man sich, das Stiftungsfest erst nach Ostern anzusetzen. So wurde – unter Berücksichtigung anderer bereits bekannter Stiftungsfesttermine – der Termin für den 17. April 2021 festgelegt.

Mit diesem Termin begab man sich sehr früh auf die Suche nach einem geeigneten Kommerslokal. Es war klar, dass die Johann-Pölz-Halle sowohl preislich als auch größenmäßig für Ostarrichia zu diesem Zeitpunkt eine Nummer zu groß war. Säle von passender Größe – wir gingen von etwa 80 bis 140 Gästen aus – sind in Amstetten dünn gesät. Dennoch wollten wir den Heimatort nicht verlassen und etwa in die Symbolträchtige Ostarrichi-Gemeinde Neuhofen ausweichen. Eine Amstettner Verbindung sollte ein solches Jubiläum in Amstetten begehen. Ein Wirt mit geeignetem Saal vertröstete uns, man möge später darum anfragen, da man im Oktober 2019 noch keinen Kalender für das Jahr 2021 habe. Als selbiger Wirt auch im Februar 2020 keine verbindlichen Zusagen machen wollte, schied man diese Option aus. Ganz anders verlief die Kommunikation mit der Fa. Eventass, die exklusiv Veranstaltungen im mozArt, dem ehemaligen Mozart-Kino Amstetten, managen. Der Veranstaltungsort überzeugte mit technischen Möglichkeiten, stilvollem Ambiente und idealer Größe. Gepaart mit der offensichtlichen Professionalität des Vertragspartners und dem angemessenen Preis war die Entscheidung somit eine leichte.

Covid-19, Terminverschiebung und Festrede

Dann kam Covid-19 und bereits ein Jahr zuvor war klar, dass ein erhebliches Risiko für den geplanten Termin bestehen würde. Entsprechend musste das Risiko von Verlusten durch eine Verschiebung minimiert und in der Planung berücksichtigt werden. Wir konnten ein 99. Stiftungsfest feiern – nur Tage bevor ein erneuter Lockdown in Kraft trat. So konnte der geplante Jubelsenior zumindest etwas an Erfahrung sammeln, denn von diesem Zeitpunkt an, sollten Kneipen mit physischer Anwesenheit für beinahe ein ganzes Jahr nicht möglich sein. Noch im September 2020 stellten wir die Weichen für eine Terminverschiebung. Wir entschieden uns für einen Termin nach Schulbeginn im September 2021 und vereinbarten dies ohne vertragliche Verpflichtung mit Eventass, sodass wir den Veranstaltungsort jedenfalls zur Verfügung haben sollten. Die Erfahrung des Pandemieverlaufs des Jahres 2020 lies uns hoffen, dass der Frühherbst am ehesten die für eine Durchführung notwendige stabile Lage versprach. Im März 2021 fixierten wir schließlich den Termin endgültig und informierten die Verbindungsmitglieder.

Auch um den Festredner bemühte man sich und erhielt über das Büro der Landes-ÖVP die Zusage, das Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner diese halten würde. Einem Missverständnis geschuldet wurde der Termin jedoch als Vormittagstermin im Kalender des Landesgeschäftsführers vermerkt. Im Juli 2021 fiel der faux-pas schließlich auf und hatte prompt eine nicht auflösbare Terminkollision. Wir waren dadurch in Verzug geraten und mussten alle Hebel in Bewegung setzen. Das am Ende Nationalratspräsident Mag. Wolfgang Sobotka v. Hortulanus weniger als einen Monat vor dem Fest zusagen konnte, war ein immenser Glücksfall. Als protokollarisch zweithöchster Vertreter der Republik und Mitglied unserer Freundschaftsverbindung Norika Waidhofen ist er der hochwertigste denkbare Festredner.

Zudem war man sich einig, dass Hortulanus sich so sehr um unsere Verbindung, unseren Verband, das katholische Couleurstudententum und vor allem unsere Werte und die 4 Prinzipien in der Gesellschaft eingesetzt hatte, dass man ihn dafür ehren wollte. So wurde binnen kürzester Zeit noch ein Ehrenring gegossen und die nötigen Beschlüsse gefasst. Zwei Dinge, die mir in diesem Zusammenhang bemerkenswert erscheinen möchte ich noch anführen. Erstens wandelt Hortulanus damit auf den Spuren von Bbr. Alois Mock, dem 1991 zuletzt diese Ehre zu Teil wurde. Das erscheint auch insofern passend, als er als Vorstand des Alois Mock Instituts auch einen Teil des politischen Erbes unseres großen Bundesbruders pflegt. Zweitens bedurfte es insgesamt der Beschlüsse von drei unterschiedlichen Conventen um diese Ehrung zu vergeben und sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig und unter Akklamation gefasst.

Résumé und Ausblick

Das 100. Stiftungsfest war ein voller Erfolg. Hochkarätige Gäste, ein großartiger Veranstaltungsort, ausgezeichnetes Essen, ein würdiges Fest und ein heiterer Ausklang auf der Bude. Manches lief anders als geplant, aber die vielen Hände und Hirne im Hintergrund haben das Fest zu einem großen Erfolg geführt.

Verglichen mit den größten Stiftungsfesten der hundertjährigen Verbindungsgeschichte, dem 45. Stiftungsfest – bei dem die alte Fahne geweiht wurde und etwa 250 Gäste sowie 22 Gastverbindungen gekommen waren – und dem 75. Stiftungsfest – dem unvergessenen „Österreich-Kommers“ in Neuhofen, zu dem ebenfalls etwa 250 Gäste gekommen waren – mag das 100. Stiftungsfest zahlenmäßig weniger Strahlkraft haben. Im Kontext der Möglichkeiten der Verbindung und der durch die Pandemiesituation verschärften allgemeinen Lage ist es dennoch mehr als beachtlich.

Auch die Symbolkraft des Festes, an dem eine neue Fahne und vier neue Fuchsen zu unserer Verbindung gestoßen sind, wird nachwirken. Die Verbindung hat bewiesen, welche Kraft sie nach 100 Jahren auch heute noch hat und dass wir auch keinen Zweifel daran haben, dass sie es auch in weiteren 100 Jahren noch haben wird.

99. Stiftungsfest

„Alle Stiftungsfeste, alle Veranstaltungen wurden abgesagt! – Alle??!!?? – Nein, denn eine Verbindung leistet Widerstand…“ gegen die Flut an Absagen.
Auch unser Stiftungsfest musste vom Sommersemester auf den Herbst verschoben werden, aber am 10. Oktober 2020 war es endlich soweit und die Ostarrichen trafen sich um ein Stiftungsfest zu feiern.
Unter Einhaltung der mittlerweile bekannten Regeln (Abstand, Maske tragen, gekennzeichnete Sitzplätze… ) war es möglich einen schönen Kommers zu feiern und die couleurstudentische Tradition hochzuheben.

Zum Kommers-Debüt unseres Seniors, Bbr. Mshö, durften wir als Festredner den Vzbg. Hr Markus Brandstetter begrüßen und den OV Greinsfurth Mag. Manuel Scherscher. Es gab sehr anregende und interessante Ein- und Ausblicke in politische Themen und es freut uns, dass wir Sie begrüßen durften.
Besuch seitens der Verbandführung haben wir vom hohen Landessenior, Kbr. Amadeus, erhalten. Er lobte den Mut und Einsatz der Verbindung, auch in ungewissen Zeiten noch Veranstaltungen im Rahmen der unübersichtlichen und zahlreichen gesetzlichen Vorgaben plant und abhält.

Der Kreis der Kneipanten war leider geringer als erwartet und für ein Stiftungsfest üblich, aber die Bedenken und Vorsicht vor gesundheitlichen Nachteilen spielte hier sicherlich eine Rolle. Dennoch appellieren wir an unsere Mitglieder, Freunde und Förderer den Mut nicht zu verlieren. Unsere Verbindung hat weitaus dunklerer Zeiten hinter sich. Mit Vernunft, Verstand und Augenmaß ist – im Gegensatz zu damals – ein Verbindungsbetrieb heute mit Sicherheit möglich ohne Leib und Leben zu riskieren.

Somit kann man zusammenfassend sagen, dass es ein gut gelungenes Stiftungsfest war und wir freuen uns dennoch auf ein 100. Stiftungsfest am 17.4.2021.

Semesterantrittskneipe WS 20/21

Rechtzeitig vor dem Schulbeginn fand am Freitag den 4. September 2020 die Semesterantrittskneipe der ORA statt. Die Kneipe stand ganz und gar im Thema Schule, und so wurde auch der Schläger thematisch passend gewählt: eine pinke Schultüte.

Aber nicht nur die Accessoires wurden den Umständen entsprechend gewählt, auch die Bierspiele hatten das Motto Schule. Um also die Gehirne wieder in Schwung zu bekommen und fit für den Schulbeginn zu machen wurde ein Rechenkaiser veranstaltet. Die Regeln sind relativ simpel, und vielen vielleicht noch aus der Volkschule bekannt: Alle Teilnehmer stehen auf und je zwei Spielern wird eine Rechenaufgabe gestellt, wer sie schneller lösen kann bleibt stehen, der Verlierer muss sich setzten und einen kräftigen Schluck von seinem Getränk nehmen. Als Rechenkaiser setzte sich Bbr. Möbius im Finale gegen Bbr. Nero durch. 

Im Inoffizium fand dann der Zipftausch des Chargencabinets des vergangenen Semesters statt. Da das letzte Semester vom Corona Virus geprägt war und die Chargen vor ganz neue Herausforderungen gestellt hat ist auf dem Bierzipf ein Virus graviert. Zum Glück war der Virus aber nur symbolisch im Glas, denn auf das traditionelle tauschen der Biergläser wurde nicht verzichtet.

Baywatch-Kneipe

Alles was sommerliche ausschaut!
So lautete der Dresscode am 17.Juli auf der Sommersemesterabschlusskneipe der ORA.

Im Offizium durfte unser Bundesbruder Rytoran seinen Burscheneid ablegen. Passend zu diesem Anlass lud er einige seiner Freunde ein wodurch der Kneipsaal durch sowohl bekannte als auch neue Gesichter gefüllt wurde.

Nach dem möglichst kurz gehaltenem Offizium hieß es für unseren neuen Senior: „Vollwichs aus, Badehose an“. Nach seinem spektakulären slow motion Einzug meldete er seine Niederkunft mit einer Baywatch Boje an.

Von nun an hieß es nicht mehr das hohe Präsidium sondern der hohe Bademeister!  

Von unserer Bade-obrigkeit wurde ein Wettschwimmen veranstaltet bei dem unser Bbr. Rytoran und unser Gast Marc gegeneinander antraten.
Das rennen ersteckte sich über eine Bahn die aus drei Tischen bestand. Das Ziel? Die Strecke in einem entspannten sommerlichen Tempo zu schwimmen. Wer zuletzt ankommt gewinnt. Auch wenn Marc einen fabelhaften Start hinlegte konnte sich Bbr. Rytoran durch seinen Quallen Schwimmstil am Ende durchsetzen.

Mostviertelkneipe 2020

Um ein Haar hätte die Mostviertelkneipe dieses Jahr nicht stattfinden können. Aber dann kam doch noch die Wende.

Die COVID-19 Pandemie hatte den Verbindungsbetrieb für lange Zeit lahmgelegt. Zumindest den physischen. Als dann der Bundeskanzler (etwas voreilig) davon sprach, dass Veranstaltungen bis in den Juli nicht möglich sein würden, sah man sich seitens der Verantwortlichen bei Udonia genötigt die Veranstaltung abzusagen. Das war am 8. März.

Glücklicherweise kam es dann anders und die Zahlen entwickelten sich besser als prognostiziert, sodass wir schließlich am 28. Juni doch die traditionelle Kneipe aller Mostviertler-Verbindungen ausrichten konnten. Das Wetter erlaubte es, die Laube des Gastgartens des Mostheurigen Pihringer zu nutzen – was aus virologischer Sicht jedenfalls vorteilhaft war.

Einzig uns Chargierten machte das Wetter sichtlich zu schaffen. Bei hochsommerlichen Temperaturen musste jedenfalls im Kneipverlauf aktiv gegen die Dehydrierung angekämpft werden.

Schließlich wurde auch noch die Burschung von Bbr MSHÖ feierlich begangen. Fast schon historisch, angesichts der längeren Durststrecke die seit der letzten Burschung hinter uns liegt.

Das traditionelle Wettkegeln gewann Bbr Beta, der über drei Runden hinweg die größte Konstanz zeigte. Auch bei den Bogenschützen wurden Gewinner gekürt – wobei eine eigene Damenwertung geführt wurde. Bbr Rytoran belegte in dieser leider nur den zweiten Platz.

Wissenschaflticher Abend Online

Ganz nach unserem Prinzip „Sciencia“ fand am 8.5.2020 der Wissenschaftliche Abend anstatt auf unserer Bude in den eigenen vier Wänden statt. Über die Plattform Zoom versammelten sich die Wissbegierigen und Interessierte um dem Vortag über Frauennetzwerke zu folgen. Unser Vortagender Mag. Markus Kroiher führte uns mit einer umfassenden Präsentation durch seine Geschichtliche Diplomarbeit.

Mag. Kroiher beschrieb, dass sich die wissenschaftliche Arbeit über das weibliche Couleurstudententum als verhältnismäßig aufwendig erwies da er auf diesem Gebiet wohl ein Pionier war.

Über diverse Kontakte war es ihm möglich Informationen über mehrere weibliche Verbindungen in Österreich zu sammeln und dieses kompakt in seiner Präsentation wiederzugeben.

Aus seinem Beitrag ging hervor, dass sich Frauenverbindungen gleichzeitig mit den meisten heute noch existierenden Männerverbindungen gebildet haben und keineswegs eine „Kopie“ waren.

Nur wurde es den ersten Mädchen erschwert ihre Verbindungen zu gründen oder Farben zu tragen. Anekdotisch erzählte Mag. Kroiher, dass derartige Anträge des Öfteren zu Unrecht zurückgewiesen wurden. 

Online-Kneipe incipit

Am 4.4.2020 war es endlich soweit. Die lange Zeit ohne Kneipe hatte endlich ein Ende. Zugleich war es unsere erste Online-Kneipe!

Bundesbrüder aus unmittelbarer Umgebung der Bude und auch Bundesbrüder, die aus geographischen oder zeitlichen Gründen bereits seit einigen Tagen (= Wochen/Semester) den Weg zur Bude leider nicht gefunden haben, fanden sich Online ein.
Es ist allen sehr gut gelungen sich zu einzuschalten und am Kneip-Betrieb mitzuwirken. Zu Beginn war es etwas holprig, weil nicht alle über entsprechende Geräte verfügten, aber auch die Einwahl mittels Handy funktionierte dann ganz gut.

Besonders erfreulich war, dass sich Kartellbrüder unserer Freundschaftsverbindung Norika Waidhofen zur Kneipe eingefunden haben.
Hier nochmal die Erinnerung, dass hier noch eine Kiste mit kneipfähigem Stoff von uns zur nächsten Veranstaltung bereitgestellt wird ;-).

Besondere Herausforderungen waren auf jeden Fall in Hinblick auf die technische Komponente. Aber dies wurden von allen gut gemeistert. Im Vorfeld wurden natürlich so manche Tests gemacht, damit wir auch das bestmögliche Ergebnis erhalten.

Einen besonderen Höhepunkt bildete der Cantus „Gold und Silber“ den wir während der Kneipe um einige Strophen erweitert haben. Fünf Strophen wurden von Bbr. Nero gedichtet und von ihm gemeinsam mit Bbr. Möbius vorab eingesungen:

Unser Kanzler hat gesagt: „Bleibt mir brav zu Hause.
Bald wird wieder alles gut, dann könn ma wieda ausse.“
Und wenn’s gut für alle ist, woll’n wir’s gerne machen
Doch danach da tun wir dann wieder gemeinsam lachen.

Ja nun sind wir isoliert, sollen uns nicht treffen.
Doch uns das nicht sehr tangiert, digitales Zechen.
Sieh Studenten machen’s so, finden stets ’ne Lösung.
Pandemie hin oder her, Kneipen ist die Krönung.

Hat der Virus auch im Griff fest die ganze Erde.
Und wo einst das Klopapier, nun mehr gähnend Leere.
Wir Studenten feiern fort, lassen’s uns nicht nehmen.
Wenn nicht auf der Bude dort, dann zu Hause eben.

Sollt der ganz‘ Corona-Hype auch noch länger dauern.
Und wir weiter sind daheim, in den eign’en Mauern.
Freu’n wir uns des Lebens fort, wer’n das Best‘ draus machen.
Und gemeinsam weiterhin kneipen, scherzen, lachen.

Ja die Menschen ham’s grad schwer, ält’re mehr als junge.
Doch gemeinsam geht viel mehr, man hilft – mit Gesinge.
Sind wir für einander da, kann uns nichts entzweien.
Denn kein Virus löset je Brüd’lichkeit und Treue.

Dem alleine war natürlich nicht genug und es wurden auch der „Alte Comment“ und ein „Holländer Comment“ als Bierspiel durchgeführt. Auch diese Eindrücke wollen wir euch nicht vorenthalten.

Wir können nur jedem empfehlen bei der nächsten Online-Kneipe dabei zu sein oder selbst eine ähnliche zu veranstalten. In diesem Sinne „… s’war halt doch ein schönes Fest, alle wieder z’sam ge’west!“

Maßnahmen gegen COVID-19

Die Beschlüsse des 1. oBC zum Thema COVID-19 beinhalten folgende Maßnahmen seitens der Verbindung:

  • keine Veranstaltungen mehr bis zum 2. oBC
  • das 99. Stiftungsfest wird ausgesetzt und ggf. im Wintersemester nachgeholt
  • bis zum 2. oBC gilt in der Budenordnung der Zusatz, dass sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Personen in den Vereinsräumlichkeiten befinden dürfen – damit ein ausreichender Sicherheitsabstand von 1,5 m zwischen allen Personen gewahrt werden kann.

Seitens der Vereinsleitung weisen wir darauf hin, dass diese Regelungen subsidiär zu den jeweiligen staatlichen Maßnahmen gelten. D.h. weitere Einschränkungen durch Verordnungen oder Bescheide der zuständigen staatlichen Organe sind möglich und klarerweise zu befolgen.

Werwolfrunde

Einige Schüler (und ehemalige) Nutzen die Ferienzeit um eine besondere Variante des bekannten Spiels „Werwolf“ zu spielen. Der Erzähler wird dabei von einem Computerprogramm unterstützt, das Stefan und Thomas Tieber entwickelt haben. Dies hilft einerseits, die Komplexität des Spiels zu beherrschen und Fehler zu vermeiden und ermöglicht anderseits auch die einfache Abwicklung von Zufallsereignissen.

Neben den üblichen Fraktionen (Bürger, Werwolf und ggf. Liebespaar) können zusätzlich noch Schattenpriester, Vampire und der Henker das Dorf unsicher machen. Weiters gibt es noch Bonusrollen, die zusätzliche Fähigkeiten verleihen oder die Hauptrolle tarnen.

Gegenüber den gebräuchlichen Spielvarianten bietet die modifizierte Version deutlich mehr Spannung, da ein größerer Pool an möglichen Aktionen und Interaktionen für alle Fraktionen zur Verfügung steht. Die Vielzahl an Möglichkeiten erhöht natürlich auch die Komplexität – ein Spiel für schnelle Denker, das einen vor ständig neue Herausforderungen stellt.

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